Programmieren für Kinder: zurück zur Grundschule

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Programmieren für Kinder: zurück zur Grundschule

Programmieren für Kinder: zurück zur Grundschule

Letzten Samstag stand ein Artikel in der niederländischen Tageszeitung Volkskrant, in dem für Programmierunterricht für Kinder plädiert wird. Eine der Schlussfolgerungen ist, dass der Erfolg solchen Unterrichts in hohem Maße von der Begeisterung des Lehrers abhängt. Für andere Fächer gibt es feststehende Unterrichtsmethoden, während Programmierunterricht ein gehöriges Maß an Kreativität seitens des Lehrers voraussetzt.

In der Grundschule De Zonnewijzer gibt es einen solchen kreativen Lehrer. Er trat an uns heran, um eine Rolle im Unterrichtsprogramm über Programmieren zu spielen. Unsere Idee war es, mit Scratch zu arbeiten. Scratch ist eine auf Kinder ausgerichtete Programmiersprache. Sie wurde vom MIT entwickelt und liegt auch auf niederländisch vor. Zur Vorbereitung hatten wir einige Aufträge ersonnen und ausgearbeitet. Dann machten wir uns nach sehr langer Abwesenheit wieder auf zur Grundschule.

Lehrer George und Ralph

Während die Kinder im Hof herumtollten, schalteten Ralph und ich die Computer ein und legten die Aufträge bereit. Hoffentlich haben wir genügend Aufträge, um die Kinder anderthalb Stunden zu beschäftigen.

Als alle an ihrem Platz saßen, stellten wir unsere Arbeit kurz vor und erklärten, was Programmieren eigentlich ist. Kurz gesagt läuft es darauf hinaus, dass ein Computer sehr schnell und exakt ist, aber nicht so schlau. Alle Regeln die er einhält, muss ein Programmierer zunächst bedenken. Dies bemerkten die Kinder letzte Woche, als sie den Stullen-Schmier-Roboterauftrag machten. Das gelang nicht auf Anhieb und war dadurch ein Quell der Heiterkeit.

Nach unserer Einleitung durften die Schüler selbst an die Arbeit. Einige haben schon mit Scratch gearbeitet, doch für die meisten war es Neuland. Zu zweit widmeten sie sich den Aufträgen. Auffällig ist, dass die Interaktion mit dem Programm ganz reibungslos verlief. Ziehen und Verschieben, Registerkarten wechseln, mit Tastatur und Maus umgehen – alles kein Problem. Die Einhaltung der Aufträge allerdings schon.

Der erste Auftrag, worin sie das Programm etwas sagen lassen, gelingt noch. Danach sind sie bald abgelenkt. Einige haben entdeckt, dass das Programm auch eine Zeichenfunktion enthält, und schon experimentieren sie eifrig. Sie füllen ihren Bildschirm mit Bussen und Wolken, übermalt von einem farbenfrohen Linienspiel. Das ist nicht ganz was wir uns vorgestellt hatten, doch angesichts ihres Alters durchaus verständlich. Wie viel Freude sie daran haben!

Keine neuen Module, dafür begeisterte Kinder

Unser Nachmittag in der Schule hat uns leider keine Reihe neuer Programme eingebracht, doch das war vielleicht auch etwas zu hoch gegriffen. Das eigentliche Ergebnis ist viel schöner. Eine Gruppe Sechs- und Siebenjähriger, die mit dem Programmieren Bekanntschaft gemacht haben und dies als vergnügliche Aktivität erfuhren. Heimlich hoffe ich, dass wir bei einigen den Keim gelegt haben, der die Begeisterung für dieses schöne Fach später erblühen lässt.

2017-06-21T10:35:44+00:00

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