Optimierung des Einkaufs in dezentralen Unternehmen

 

Ein guter Einkauf erfordert den Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung, die den Bedarf zum günstigsten Preis bestmöglich erfüllt. In der Praxis ist das nicht immer einfach.

Wenn ein Käsegeschäft mit „der Billigste und Beste!“ wirbt, besteht eine geringe Möglichkeit, dass dieses Geschäft tatsächlich den billigsten Käse verkauft. Es besteht auch die geringe Möglichkeit, dass das Geschäft den besten Käse verkauft. Die Möglichkeit aber, dass dort sowohl der billigste als auch der beste Käse verkauft, ist gleich Null. Außerdem muss der Käse, der bestimmte Bedürfnisse am besten erfüllt, nicht immer „der Beste“ sein, er muss aber auch nicht immer der billigste Käste sein.

Wenn Sie große Menge Käse benötigen, lohnt sich der Aufwand, das richtige Produkt vom richtigen Hersteller zu suchen. In einer stark zentralisierten Organisation können Sie die Einkaufspolitik in dieser Weise relativ einfach gestalten und mit bedarfsgerechter Lieferung Kosten bei der Lagerverwaltung einsparen.

In einer Organisation mit dezentralem Charakter, einem großen Bedarf an sehr unterschiedlichen kleinen Mengen und einer enormen Vielzahl an Einkäufern, ist das erheblich schwieriger. Großer Bedarf, der sich für einen Zentraleinkauf eignet, wird auch zentral eingekauft. Kleinere Mengen, die oft auf Abruf verfügbar sein müssen, werden oft dezentral in kleineren Mengen eingekauft. Der Zentraleinkauf einschließlich Bestandsführung war nie profitabel, weswegen für solche Anschaffungen eine dezentrale Einkaufspolitik eingeführt wurde. Jeder Standort hat seinen eigenen Käse-Lieferanten. Allerdings werden die Größenvorteile, die die Organisation im Ganzen bei Zentraleinkäufen hat, nicht genutzt. Darüber hinaus sind die Mitarbeiter/innen im dezentralen Einkauf nicht immer in der Lage, den Käse auszuwählen, der den Bedarf zum geringsten Preis am besten erfüllt. Die derzeitigen Bestellmöglichkeiten und Lieferzeiten können optimiert werden.

Der Schlüssel zum Erfolg für solche Organisationen ist der zentrale Einkauf bei dezentralen Bestellungen. Unter Einkäufe verstehen wir in diesem Falle die richtige Produktauswahl beim richtigen Anbieter und die Vereinbarungen, die mit dem Lieferanten getroffen werden. Die Produkte und Dienstleistungen können dann dezentral bei ausgewählten Lieferanten bestellt werden. Auf diese Weise wird bewusst bei den richtigen Lieferanten eingekauft, der Größenvorteil wird genutzt und es kann bedarfsgerecht geliefert werden. Der Käse, der dem Bedarf am besten entspricht, wird zum günstigsten Preis im richtigen Augenblick geliefert.

Die effiziente Organisation dieses Prozesses kann allerdings noch mit einer Purchase to Pay Software verbessert werden. Ein Lösung dafür kann ein Einkaufsprogramm sein. Mit einer Einkaufssoftware kann die dezentrale Bestellung des richtigen Produkts vom ausgewählten Anbieter vereinfacht werden. Der zentrale Einkauf hilft dabei, den Prozess zu strukturieren und zu überwachen.

2017-01-19T16:20:44+00:00 Tipp vom Fachmann|

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ProActive Software entwickelt Erwerbs- und Zahlungssoftware, die Unternehmen einen Überblick über ihre Ausgaben verschafft. Der gesamte Prozess von der Bestellung bis zur Bezahlung ist damit so effizient wie möglich gestaltet.

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